Der letzte Vorhang fällt – Ein Abschied mit Dankbarkeit

Ich bin kein Freund von großen Reden, aber heute fällt es mir schwer, die richtigen Worte zu finden. Nach vielen Jahren, zwei Staffeln und 18 Folgen ist bald der Moment gekommen, Abschied von Alenwen und Skaldiv zu nehmen. Ich bin stolz darauf, ihre Geschichte zu Ende gebracht zu haben, aber gleichzeitig erfüllt mich dieser Abschied mit Wehmut.

Ursprünglich war das Projekt als Untermalung meiner Musik gedacht, doch mit der Zeit wurde es immer mehr. Alenwen wurde geboren, und die kleinen Pixelcharaktere wuchsen mir ans Herz. Ich konnte meine Geschichten mit meiner meist eigenen Musik erzählen. Anfangs musste ich alles alleine machen – die Bewegungen, die Emotes im Spiel. Doch nach und nach kamen KI-Systeme zum Einsatz, die meine Arbeit erleichterten. Bei Alenwen und Skaldiv wollte ich jedoch den alten Charme bewahren, daher habe ich dort nur sehr wenige KI-Optionen genutzt. Auch jetzt noch!

Bei Patsy Wackelwitz ist das anders – das merkt man schon am Lip-Sync, dort kommt KI voll zum Einsatz. Und genau dort kann ich mich mit völliger Albernheit austoben, um euch eine Freude zu machen.

Doch nun ist Alenwens Reise bald zu Ende, und während ich mich auf neue Abenteuer einlasse, bleibt ein Teil von mir bei ihnen. Ich werde sie nie vergessen.

Ich werde mich jetzt voll und ganz auf Patsy Wackelwitz konzentrieren. Daran habe ich aktuell Freude, und ich habe so viele verrückte Ideen, die ich dort ausleben kann. Ich möchte mich bei euch bedanken. Auch wenn das Projekt Alenwen nie die breite Masse erreicht hat – das ist mir egal. Ihr, die treuen Fans und Teams, wart immer dabei, egal wann, egal wie. Das bedeutet Familie. Ein wunderbares Gefühl. Ich habe nicht aufgegeben, um euch nicht zu enttäuschen, und ich wollte das Projekt unbedingt zu Ende bringen. Ich will immer alles zu Ende bringen.

Ich danke auch meiner wundervollen Frau, die all das mitgemacht hat, die auf gemeinsame Zeit verzichtet hat, damit ich meine Vision verwirklichen konnte. Sie hat mich unterstützt, mir den Rücken freigehalten, mich ermutigt, wenn ich gezweifelt habe. Ohne sie wäre das alles nicht möglich gewesen. Ich habe viel geflennt – wahrscheinlich mehr als ihr alle zusammen – weil mir meine Geschichten so nah ans Herz gewachsen sind. Ebend auch bestimmte besondere Situationen in der Serie.

Und dann gibt es noch eine Person, die ihr alle kennt. Jemanden, der jetzt erst einmal für ein Jahr nicht mehr da sein wird. Du weißt, dass du gemeint bist. Danke für alles. Von ganzem Herzen. Wir vermissen dich!

Wie geht es weiter? Patsy Wackelwitz ist schon bekannt, und viele haben sie bereits ins Herz geschlossen, während andere sich von ihr abwenden – was ich verstehen kann. Sie ist ein völlig anderer Charakter, viel zu wild und zu schnell in ihrer Art. Meine Idee war Schnelligkeit, Tollpatschigkeit und wilder Humor, aber mit einer tiefgründigen Geschichte dahinter, die – wie ihr mich kennt – erst am Ende einer Staffel aufgedeckt wird. Gebt mir eine Chance. Gebt Patsy eine Chance. Ihr wisst, dass ich immer für Überraschungen gut bin. Ich war aber auch erstaunt, dass die erste Folge so hohe Abrufzahlen hatte – ein unglaublicher Kick fürs Ego. Höhö.

Am Montag werde ich 51 Jahre alt, und zur gleichen Zeit läuft die letzte Folge von Alenwen. Das ist quasi mein Geburtstagsgeschenk an mich – und für euch eine kleine Feier, bei der wir alle noch einmal zusammenkommen können. Ich freue mich auf alle, die Zeit haben, mich und meine wunderbare Frau dabei zu begleiten und diese letzten Minuten zu genießen.

Was die Zukunft betrifft: Ich werde erst einmal keine neuen LotRO-Geschichten mehr erzählen. Hauptsächlich, weil mir die Lags und kaputten Emotes auf die Nerven gehen. Ihr wisst gar nicht, wie oft ich geflucht habe. Der krönende Abschluss war das Elbenupdate, das noch mehr Chaos gebracht hat. Das war der Punkt, an dem ich beschlossen habe, mich vom Spiel abzuwenden. Gleichzeitig wurde Patsy geboren – und damit ein neues Projekt im Elder-Scrolls-Universum. Diesmal nur mit einem Team aus mir und meiner Frau, Skaldiv/Kerstin.

Ich hatte lange überlegt, ob ich bei LotRO weitermachen möchte. Ich hatte sogar noch eine Idee, mit euch zusammen eine Geschichte im Hobbit-Universum zu erzählen, gemeinsam mit Pando. Ich hatte sie bereits gefragt, doch das hat sich nun erledigt – durch all die Probleme mit dem Spiel. Klar, wir könnten trotzdem etwas machen, aber ich vertraue SSG nicht mehr in Sachen Beständigkeit. Wer weiß, vielleicht verändern sie in einem halben Jahr wieder das gesamte Aussehen der Hobbits und alles ist erneut kaputt. Die Enttäuschung wäre groß.

Deshalb ist für mich die Zeit gekommen, LotRO als Plattform für bewegte Bilder auf Pause zu stellen. Vielleicht werde ich ab und zu noch ein paar Musikvideos produzieren, aber das war es dann auch erst einmal.

Ihr seid großartig. Danke, dass ihr meine Geschichten mit mir erlebt habt. Dass ihr mit mir gelacht und geweint habt. Dass ihr mir gezeigt habt, dass es nicht darauf ankommt, wie viele Menschen einem folgen, sondern darauf, welche Menschen es sind.

Das war’s. Ich danke euch. Passt auf euch auf. Vielleicht sehen wir uns wieder – in einer anderen Geschichte, in einer anderen Welt.

Tschö mit Ö
Darkbats Christian

Darkbats Christian

Seit 2016 kombinieren wir selbst produzierte Musikvideos mit kreativem Storytelling. Unsere eigne Musik untermalt jede visuelle Erzählung. Ein einzigartiges, immersives Erlebnis für Musikliebhaber und Fans bewegender Geschichten.

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2 Gedanken zu “Der letzte Vorhang fällt – Ein Abschied mit Dankbarkeit

  1. Es war und ist uns eine Ehre die Zeit mit euch verbracht zu haben.
    Was haben wir gelacht mit euch.
    Was haben wir geweint.
    Die Fäuste verbeugen sich vor euch,
    und Bedanken sich für alles,
    Wir hoffen Ihr bleibt noch ein Weilchen,
    Der Olle Kriso wird sicher Weinen gebt Ihm noch ein Milchbier zum Trost.
    Noch ein Spruch ..Heute ist nicht alle Tage , ich komme wieder ohne Frage.
    Fühlt euch Lieb umarmt, von
    Kriso und den Fäuste

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